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Flüeli-Ranft Tour statt Pragelpass oder doch lieber Pragelpass?

AnWe 14.08.2020

 

Als frische kuk-Interessentin war dies meine erste kuk-Tour und ich muss zugeben, ich war etwas nervös und natürlich gespannt was mich erwartet. Doch schon schnell zeigte sich, dass ich auf lässige, offene, spontane und flexible Töff-Ladies traf, die alle das gleiche Ziel haben, als Gruppe einen stressfreien und abwechslungsreichen Töff-Ausflug erleben.  

Wir trafen uns in Stallikon bei der Bäckerei Bode, wo je nach Ankunftszeit noch Zeit für Kafi & Gipfeli oder einen schnellen Espresso blieb. Da das Gewitter- und Regenrisiko überall ähnlich gross war und bei dieser Wetterprognose möglicherweise weniger Ausflügler auf dem Pragelpass und im Klöntal unterwegs sind, schlug Myriam vor, doch wie ursprünglich geplant den Pragelpass anzusteuern, statt auf die Alternativroute nach Flüeli-Ranft auszuweichen.   Alle waren einverstanden und so starteten wir durch den Sihlwald Richtung Sihlbrugg, wo wir via Menzingen und Bennau auf kleinen Strässchen nach Einsiedeln kamen, weiter am Sihlsee entlang und via Oberiberg rauf auf das Ibergeregg.

Auf der Passhöhe Ibergeregg (1’410 M.ü.M.) legten wir einen kurzen Stopp ein und da sich erste Regentropfen bemerkbar machten, schlüpften wir schnell in unsere Regenbekleidung. Weiter ging’s, aber nur für ein paar Kurven, denn bei der Alpkäserei Altberg gab es Gelegenheit, feinen Alpkäse zu kaufen. Wer kann da widerstehen? Und siehe da, der Regen hatte sich sogar schon fast wieder verzogen.

                 

Nach der kurzen Shopping-Pause verliessen wir die Ibergereggstrasse und fuhren über kleine Strässchen via Illgau nach Muotathal (bekannt für die Muotathaler Wetterschmöker) auf die Pragelstrasse. Wenig Verkehr, freundliche Autofahrer, die uns an mehreren Passagen Vorrang gewährten und spannende Kehren machten die Strecke zu einem grossartigen Fahrerlebnis. Im Nu waren wir auf der Passhöhe (1’550 M.ü.M.) angelangt – Ziel erreicht! So langsam machte sich auch schon ein leichtes Hungergefühl bemerkbar. Das Mittagessen war verdient, doch nicht ohne vorher noch eine spannende Information von Myriam über die Geschichte des Passes zu erfahren, denn historische Bedeutung erlangte der Pragelpass durch den russischen General Alexander Suworow, der 1799 mit seiner geschlagenen Armee aus Oberitalien, über den Gotthardpass, Altdorf, Chinzig Chulm ins Muotathal gelangte, um von dort über das Klöntal und Glarus wieder nach Russland heimzukehren.  

                          

Nach unserer Mittagsstärkung traten wir die Weiterfahrt Richtung Glarus an. Die Passstrasse führte uns vorbei an Wasserfällen und imposanten Felsformationen zunächst via Richisau zum Klöntalersee, welcher uns mit leuchtend türkiser Farbe empfing. Die Strasse führte einige Zeit direkt am See entlang, so dass man die Eindrücke wirken lassen konnte.   In Näfels verabschiedeten sich die ersten zwei kukis, um ihre Heimreise via Rapperswil Richtung Winterthur anzutreten. Für die restlichen 5 kukis ging die Fahrt weiter durch das Wägistal nochmals über wunderschöne klitzekleine Strassen, über den Hof einiger Bauern und ein bisschen Schotter war auch noch dabei 😊. Nach einem letzten Genuss-Stopp auf dem Sattelegg ging es über den Hirzel und den Etzel wieder Richtung Sihlwald, wo sich die Wege der letzten kukis trennten.

                                  

Es war eine grossartige Tour und ein herzliches Dankeschön geht an Myriam für die ganze Organisation, von der sorgfältigen Planung bis hin zur souveränen Durchführung!